Lambert Schneider – Archäologe

Biographie

*26.01.1943 in Berlin

 

 

 

 

 

Vater: Lambert Schneider, Verleger. *18.04.1900 in Köln; † 26.05.1970 in Heidelberg.

Mutter: Marion Schneider, geb. Schleuning. *23.06.1903 in Berlin; †01.06.2000 in Hamburg.

Großvater mütterlicherseits: Wilhelm Schleuning. Architekt und Archäologe; Erfinder. *07.10.1857; †06.09.1914.

1943-1961 geb. 1943 in Berlin als Sohn des Verlegers Lambert Schneider und seiner Frau Marion Schneider, geb. Schleuning. Aufgewachsen in Heidelberg. Durch die amerikanischen Siegermächte vermittelt, residiert die Familie von 1945 bis 1951 in einem der schönsten Häuser Heidelbergs mit Garten am Berg bis hinauf zum Philosophenweg.

Schon als Kind und Jugendlicher, in den Jahren 1951/66, Kunst-Reisen mit den Eltern in den ‚Süden‘: nach Österreich, Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland.

1961 Abitur am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg.
1961-1968 Studium der Klassischen Archäologie, der Alten Geschichte, der Christlichen Archäologie und Byzantinistik sowie der Kunstgeschichte an den Universitäten:

1968-1969 Wissenschaftlicher Assistent am Archäologischen Institut der Universität Bochum.
1969-1970 Forschungsreise in die Sowjetunion (gefördert durch Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG).                                                            Erweiterung der Dissertation (gefördert durch Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG).
1970-1981 verheiratet mit Ursula Schneider, geb. Abel.
1971 Geburt des Sohnes Lambert Richard Schneider.
Seit 1971 Wissenschaftlicher Assistent, dann wiss.enschaftlicher Mitarbeiter am Archäologischen Institut der Universität Hamburg.

Nach einer an Ästhetik und Stilfragen ausgerichteten traditionellen archäologischen Ausbildung und entsprechender Forschungstätigkeit, ab 1971 – gegen manchen Widerstand vonseiten der Institutionen des Fachs – Einbeziehung politischer und gesellschaftlicher Fragestellungen in die Klassische Archäologie. Archäologische Untersuchungen auf der Grundlage semiotischer, strukturalistischer und philosophisch konstruktivistischer Theoreme insbesondere zu folgenden Themenfeldern (s. auch Publikationen):

  • Archaische Skulptur.
  • Gender-Ikonographie.
  • Thrakische Bildsprache.
  • Spätantike Bilderwelten.
  • Neuzeitliche Rezeption und Nutzung von Antike, einschließlich der wissenschaftlichen Archäologie selbst.
Seit 1979 Mitbegründer und Herausgeber der Zeitschrift Hephaistos (mit B. Fehr, K.-H. Meyer und H.-J. Schalles).
1979-1982 Lebenspartnerin: Waltraud Helm (*26.01.1940; †09.04.1982). Heilpädagogin am Friedrich Robbe Institut – Heilpädagogische Rudolf-Steiner-Schule.
1981 Habilitation und Privatdozentur im Fach Klassische Archäologie an der Universität Hamburg. Habilitationsschrift: Die Domäne als Weltbild. Wirkungsstrukturen der spätantiken Bildersprache.
Seit 1983 Mit Lebenspartnerin Monika Debes und ihrer Tochter Elisabeth Engel.

Leitung des Austauschprogramms zwischen den Universitäten Sofia und Hamburg (zusammen mit P. Zazoff).

Seit 1986 Forschungsprojekt der DFG zur thrakischen Bildsprache. Forschungsreisen in die ehemalige Sowjetunion (Russland; Ukraine; Georgien; Armenien; Tadschikistan; Usbekistan; Kasachstan), nach Bulgarien und nach Rumänien (gemeinsam mit P. Zazoff). Universitäre Exkursionen mit Studenten nach Russland und nach Rumänien (mit P. Zazoff).
1987

… in der Abguss-Sammlung des Archäologischen Instituts, 1992

Verleihung des Titels ‚Professor‘.

Seitdem auch beauftragt mit der Leitung der Abguss-Sammlung antiker Skulptur der Universität Hamburg, Archäologisches Institut.

 

 

 

 

 

 

Seit 1990 verheiratet mit Monika Debes-Schneider, geb. Debes.
1992-1993 Vertretung des Lehrstuhls für Klassische Archäologie an der FU Berlin (A. Borbein) im WS 1992/93 und SS 1993.
Seit 1994 Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.
Seit 1995 Landeskundliche Recherchen in Griechenland; Autor von Kunstreiseführern für den DuMont-Verlag: Griechisches Festland (mit Christoph Höcker); Kreta; Peloponnes. s. Publikationsliste.
1996 Scholar am J.P. Getty Research Institute for the History of Art and the Humanities in Santa Monica, CA.
1997-1999 Forschungsprojekt zu den Beziehungen zwischen griechischer und thrakischer Kultur vom 6. bis zum 4. Jh. v. Chr. Zusammen mit P. Zazoff (gefördert von Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG).
1997-2008 Mitarbeiter und Professor am Archäologischen Institut der Universität Hamburg. 2008 Emeritierung.
2008-2009 Weiterbeschäftigung als Dozent am Archäologischen Institut der Universität Hamburg.
2010 bis derzeit

Websites:

Lambert Schneider – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lambert_Schneider_(Arch%C3%A4ologe)

Lambert Schneider – Universität Hamburg, Archäologisches Institut:  https://www.kulturwissenschaften.uni-hamburg.de/ka/personen/schneider.html